Weihnachts-End-Gedanken

Weihnachten 2013 nähert sich dem Ende! Es war ein reicher Advent. „Das Beste kommt noch!“ hatten wir ihn und die Weihnachtszeit überschrieben. Und es gab schon viel Gutes! Unsere Webseite gibt einen Überblick. Es war schließlich ein Weihnachtsfest, das mich tief beschenkt und nachdenklich zurücklässt.

Eingeprägt hat sich bei mir das Bild von Papst Franziskus, wie er mit gr0ßer Zärtlichkeit das kleine Jesus-Kind durch den großen Petersdom zur Krippe trägt – mit der gleichen Herzlichkeit wie er den Kindern auch sonst begegnet. Eingeprägt hat sich bei mir das Bild des Papstes beim Segen urbi et orbi: schlicht gekleidet – kein Vergleich zu Benedikt XVI. in seinen letzten Wochen – aber mit großer Würde. Dieser Papst fordert uns heraus. Aber einem Papst, der uns nicht antreibt, sondern vorangeht folgt man gerne.

Eingegraben in mein Herz hat sich das Weihnachtslob am Heiligen Abend zwei Stunden vor der Christmette in St.Remigius. Eine Feier für Fragende und Suchende zwei Stunden vorher in St.Remigius. Über 100 Leute kamen zu diesem ersten  Versuch, eine andere als die übliche Zielgruppe anzusprechen. Wenn ich unseren Papst Franziskus richtig verstehe, dann ist unser Platz genau bei diesen Menschen. Sehr dankbar haben sie das Weihnachtslob angenommen. Leider blieb keine Zeit für eine anschließende Feier. Von den ursprünglich 6 ehrenamtlichen Helfern bei dieser Feier blieben nur 2 übrig. „Familiäre Verpflichtungen“ – in Deutschland ist Weihnachten ein Familienfest mit eingespielten Ritualen. Da kann man nicht so schnell ausbrechen. Es ist nicht nur in der Pastoral schwierig, das Prinzip „Es wurde immer so gemacht!“ zu verlassen. (EG 33)

Unsere Gottesdienste waren gut besucht. Unter die regelmäßigen Kirchgänger hatten sich viele Weihnachtsbesucher gemischt, die nur an den Festtagen kommen. Sie sind mir alle willkommen; aber ich fürchte, wir nehmen sie nicht richtig wahr. Ich träume davon, dass nicht nur ich sie willkommen heiße, sondern auch die treuen Kirchgänger ihnen bewusst zeigen, dass sie willkommen sind.  Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg!

Reich beschenkt wurde ich durch unsere Stadtkrippe. Es war eine Freude, gemeinsam mit anderen die Bilder zu entwickeln. Wie kleine Jungs haben die erwachsenen (alten) Männer mit den Figuren gespielt, um sie „sprechen“ zu lassen. Die Idee mit dem Flüchtlingszelt ist auch so kreativ entstanden. Und plötzlich spricht nicht nur der Papst von  den Flüchtlingen, auch der Bundespräsident macht sie zum Thema der Weihnachtsansprache. Wir sind ganz nah dran!

Jetzt kommt der Alltag wieder. Hoffentlich gelingt es, ihn in der „Freude des Evangeliums“ anzugehen.

Foto: Martin Magunia; alle Rechte vorbehalten;

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