Als Kinder war uns die „Lektüre“ von Comics verboten. Die bunten Bildergeschichten seien gedacht für Lesefaule oder Analphabeten, hieß es. Asterix und Co. mit ihren durchaus geistreichen Dialogen kannte unser Lehrer noch nicht. Im Mittelalter, als nur ganz wenige Menschen des Lesens kundig waren, waren unsere Kirchen übersät mit Bildergeschichten, der sogenannten „Bibel für die Armen“. Hier wurde den Menschen biblische Geschichte anschaulich nahe gebracht. Aber sie lernten nicht nur fromme Dinge, auch ganz Alltägliches fanden sie in den Darstellungen an den Kathedralen wieder. Uns müssen die Bilder heute wieder erschlossen werden. In der Bilderflut der Gegenwart haben wir das richtige Schauen verlernt.















